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Tarifaussichten 2017

 

Zum 1. Januar 2017 tritt die Entgeltordnung TVöD/VKA in Kraft, was derzeit bei Arbeitgebern, Gewerkschaften und Personalräten zu einem erhöhten Schulungsbedarf für die Anwendung dieses neuen Regelwerkes führt. Denn dieses bringt zahlreiche Neuerungen im Bereich des seit vielen Jahren nicht mehr erneuerten Eingruppierungsrechts und der Entgeltstruktur mit sich.

Der BAT, der nach Abschluss der neuen Tarifverträge TVöD Bund, TVöD VKA und TV-L, immer noch für die Bewertung einer Stelle herangezogen wurde, hat also mit Inkrafttreten der neuen Entgeltordnung endgültig ausgedient.

Na ja, nicht ganz.

Die Eingruppierungsgrundsätze einiger Paragraphen des BAT werden in den §§ 12 und 13 TVöD VKA mit minimalen Abwandlungen übernommen.

In der EGO VKA wurden Tarifmerkmale an inzwischen veränderte Berufsbilder angepasst. Sie enthält jedoch auch einige Besonderheiten, die speziell für die kommunalen Arbeitgeber aufgenommen wurden. Inzwischen sind die Redaktionsverhandlungen abgeschlossen. 

 

Für die Überleitung sind keine Neubewertungen der Stellen vorgesehen. Der bei Inkrafttreten des TVöD für Eingruppierungsvorgänge vorgesehene Vorläufigkeitsvorbehalt (§ 17 III TVÜ VKA)  entfällt, auch Herabgruppierungen wird es nicht geben; Höhergruppierungen erfolgen nur auf Antrag der Beschäftigten.
Es gilt aber zu beachten, dass die stufengleiche Höhergruppierung erst ab dem 1. März 2017 eingeführt wird.


So werden Anträge auf Höhergruppierung, die aus Anlass des Inkrafttretens der EGO gestellt werden, noch nach bisherigem Tarifrecht behandelt.

Hier muss dann unbedingt vor Antragstellung individuell geprüft werden, ob sich für den Antragsteller evtl. Nachteile bei einer Höhergruppierung ergeben würden.

Äußerst kritisch ist zu bewerten, dass künftig der Bildungsstand eines Stelleninhabers in die Bewertung der Stelle mit aufgenommen werden soll. Bisher wurden für die Bewertung einer Stelle ausschließlich die Tätigkeitsmerkmale zugrunde gelegt.

Das könnte dazu führen, dass zwei identische Stellen in einer Abteilung unterschiedlich bezahlt werden, wenn ein Stelleninhaber bzw. eine Stelleninhaberin  z. B. ein abgeschlossenes Studium vorweisen kann und somit - unabhängig von erlangter Berufserfahrung - als besser qualifiziert und somit höherwertiger eingestuft wird.

Hinzu kommen - wie alle Jahre wieder - die Tarifverhandlungen. In 2017 geht es um den TV-L. Von dem Ergebnis dieses Tarifabschlusses sind dann auch später wieder die beamteten Kolleginnen und Kollegen betroffen.

Es bleibt spannend … wir werden Euch an dieser Stelle auf dem Laufenden halten.

 

 

GdP-Kreisgruppe Bremerhaven