Home
Erklärung Zielzahl
Galerie Party 2016
Wechselschichtdienst
Ermittlungsdienst
Brandaktuell
Performa
Schadenersatz AGG
Buddeleimerpolitik
Neues Denken
Unterbezahlt!
PEP oder was?
Bullenhure!
Zechpreller
Schuldenbremse
Gefährdungsanalyse
Feindliche Übernahme
50 Jahre GdP
Schwertransporte
Eine Alltagspolizei?
Polizeipräsidenten
Kriminalstatistik
Pathogen?
Mitarbeiterbefragung
Einsatzdienst
3000 Euro Pension
Zulagen
Beurteilungen
Haushaltskrise
Bürgerservice
Personalentwicklung
Beitritt/Leistungen
Die PVAG
Der Vorstand
Tarifbereich
TVL 2017
Galerien
Kontakt
Impressum

 

Neue Beurteilungsrichtlinien

 

Vor vier Jahren ist die Verordnung über die dienstliche Beurteilung sowie andere Instrumente zur Feststellung der Eignung und Befähigung der bremischen Beamten (BremBeurtV) in Kraft getreten, deren Vorgaben auch die Ortspolizeibehörde zwingend einhalten muss. Die Übergangsfristen, in denen nach dem vorherigen Verfahren beurteilt werden durfte, sind abgelaufen und daher hat der Magistrat in seiner letzten Sitzung die neuen Beurteilungsrichtlinien für den Polizeivollzugsdienst in Kraft gesetzt.

 

Der wesentliche Unterschied zur vorherigen Beurteilungsrichtlinie besteht in folgenden Punkten:

 

♦ Die Beurteilungsverordnung schreibt zwingend vor, das neben der Leistungsbeurteilung auch eine Eignungs- und Befähigungsprognose abgegeben wird.

♦ Anstelle der bisherigen Abstufung von theoretisch zehn Beurteilungsstufen in den Einzelmerkmalen gibt es jetzt nur noch fünf, was die Differenzierungsmöglichkeiten ganz erheblich einschränkt.

♦ Die Beurteilung endet mit einer Gesamtnote, die aus der Gesamtpunktzahl resultiert. Die Gesamtnote kann in begründeten Einzelfällen von der Gesamtpunktzahl abweichen.

♦ Mindestens einmal im Jahr muss ein Beurteilungsgespräch mit allen Beamtinnen und Beamten geführt werden. Im vorherigen Verfahren waren Beurteilungsgespräche nur bei Leistungsveränderungen zwingend vorgeschrieben.

♦ Die Beurteilungsverordnung schreibt zwei neue Beurteilungskriterien zwingend vor, die Arbeitsmenge und das Führungsverhalten. Besondere Vorbehalte provoziert in diesem Zusammenhang natürlich das Beurteilungskriterium „Arbeitsmenge“. Werden Polizeibeamte jetzt wieder nach der Zahl der Verwarnungen beurteilt? Die zuständige Arbeitsgruppe hat sich unter Beteiligung des Personalrates bemüht diese Vorbehalte in den Erläuterungen zu den Beurteilungsrichtlinien auszuräumen. Den entsprechenden Passus setzen wir an das Ende dieser Seite.

♦Der Beurteilungszeitraum beträgt zwei Jahre. Da Auswahlentscheidungen nur auf der Grundlage von Beurteilungen getroffen werden dürfen, die nicht älter als ein Jahr sind, müssen die Beurteilungen nach zwölf Monate überprüft und bei Leistungsveränderungen neu gefasst werden.

 

Als nächstes müssen die Auswahlrichtlinien dem neuen Beurteilungsverfahren angepasst werden. Gemeinsam mit dem Auswahlverfahren für die Führungskräfte bilden die Beurteilungsrichtlinien, die Auswahlrichtlinien und die Richtlinien zur Führungskräfteentwicklung ein ineinandergreifendes System, das immer komplexer wird und für die Betroffenen kaum noch durchschaubar ist. Daraus resultiert die große Gefahr, dass bei unseren Kolleginnen und Kollegen der frustrierende Eindruck entsteht, sie seien einer anonymen Maschinerie ausgeliefert.

 

Wir halten es daher für unerlässlich, nicht nur die Vorgesetzten und Vorbeurteilerinnen und Vorbeurteiler zu schulen, sondern auch Kolleginnen und Kollegen Informationsveranstaltungen anzubieten. Wendet Euch bei Fragen und/oder Problemen an uns, wir sind kompetente Ansprechpartner/innen.

 

Nutzt auch das Forum oder wendet Euch per Mail an uns, wir sind auf Eure Meinung angewiesenen. Solltet Ihr das Kennwort und Benutzernamen vergessen habe, könnt Ihr beides ebenfalls per Mail bei uns anfordern.

 

joergeilers(at)gdp-bremerhaven.de

 

info(at)gdp-bremerhaven.de

 

Beurteilungsrichtlinien

 

Übersicht Änderungen

 

Ausführungen zu den Beurteilungsrichtlinien

 

 

Beurteilungsfeld 3:

„Problemorientierung/Arbeitsweise“

 

In diesem Beurteilungsfeld ist zu bewerten, ob die Arbeitsmenge in Relation zu der verfügbaren Zeit bewältigt wird und das Arbeitstempo dem jeweiligen Schwierigkeitsgrad entspricht. Dabei erfordert die Zuverlässigkeit bei der Aufgabenerfüllung auch ein entsprechendes Maß an Termingerechtigkeit. Bei komplexen Sachverhalten und Problempunkten sollte der Mitarbeiter in der Lage sein, diese in angemessener Zeit zu erkennen und entsprechend zu bearbeiten.

 

Bei der Bewertung der Arbeitsmenge hat der Beurteiler zu beachten, dass der Polizeivollzugsdienst auf der Basis nicht vorhersehbarer Lagen und daraus entwickelter sicherheitspolitischer Konzepte und Programme handelt und nicht nach auf Quantität ausgerichteten Quoten. Alles andere wäre sachfremd. Insbesondere die Tätigkeit eines Beamten im Streifendienst ist fremdbestimmt. Diese Aufgabenwahrnehmung ist höchst individuell und kann häufig zeitlich nicht fixiert werden. Ebenso ergeben sich Schranken bei der Aufgabenwahrnehmung durch den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, die bei der Beurteilung der Arbeitsmenge im Ergebnis nicht gegen den Mitarbeiter verwandt werden dürfen. Die Beurteilung der Arbeitsmenge kann sich daher nur auf Regelfälle beziehen.

 

 

GdP-Kreisgruppe Bremerhaven